EKB Oldies – Filderstadtreise, Kapitel 2: Spaß, Schweiß und Schuhgeschichten

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EK Bernhausen Männer 2 (EKB Oldies) – CVJM HB Dusslingen-Gomaringen

25. Oktober 2025

Kaum zu glauben, aber wahr: Nach Spieltag 1 waren wir trotz unseres Kantersiegs nur auf Platz 2 der Tabelle – denn unser heutiger Gegner, der CVJM Dußlingen/Gomaringen, hatte sein erstes Spiel gegen den CVJM Walddorf noch deutlicher gewonnen.

Folglich stand ein echtes Spitzenspiel auf dem Programm und das erneut in ungewohnter Umgebung: diesmal in der Halle in Harthausen (die ESG-Halle ist, man glaubt es kaum, immer noch nicht fertig). Da das Damenspiel davor entfallen war, bekamen wir die einmalige Gelegenheit, zwei Stunden Aufwärmprogramm mit rund 25 Kindern zu absolvieren. Turngeräte aufbauen, an den Seilen schwingen, Fußball-Baseball. Es war alles dabei. Das Ergebnis: Wir waren schon vor dem Aufwärmen durchgeschwitzt. So viel zum Thema Schonung für die alten Knochen.

Personell sah’s diesmal etwas dünner aus: Neben unserem bereits im ersten Spielbericht erwähnten, noch fehlenden Kreisläufer fiel nun auch der nächste KL in der Reihe dem Familienurlaub zum Opfer. Auch auf Joe, Stefan, Tobi und Philipp mussten wir verzichten, sodass wir – inklusive Langzeitverletztem Flori und bei Apfelsaft pressen befindlichen Oli – sage und schreibe acht Ausfälle zu beklagen hatten.

Glücklicherweise konnten wir Freddy überreden, die Schuhe für uns zu schnüren und den Engpass auf der wohl wichtigsten Position (dem Kreis) zu entschärfen. So hatten wir immerhin wieder vier Kreisläufer. Die Welt war also fast wieder in Ordnung.

Dann geschah das Wunder von Filderstadt: Simon tauchte etwa 45 Minuten vor Spielbeginn plötzlich in der Halle auf – nichtsahnend, dass überhaupt ein Spiel anstand. Eigentlich wollte er mit seinen Jungs auf den Spielplatz, doch stattdessen fand er sich in Tobis zweitem Paar Schuhe auf dem Spielfeld wieder. Und siehe da: So gefühlvoll, wie Simon unser 40. Tor des Tages erzielte, wurde in diesen Schuhen wohl noch nie getroffen. Normalerweise stehen sie eher für Kamikazewürfe der Marke Lars Kaufmann, nicht für Glanz und Gloria à la Hablizel.

Hochmotiviert – und ohne auch nur einen Spieler unter 30 – trafen wir also auf eine blutjunge Mannschaft, bei der lediglich ein Spieler älter war als unser jüngster Oldie. Das erste Tor gehörte den Gästen, aber das war gleichzeitig auch ihre einzige Führung im ganzen Spiel. Über 5:3, 8:5 und 12:6 setzten wir uns bis zur Pause auf 17:10 ab. Unsere Abwehr war wieder einmal ein Bollwerk aus Beton – ähnlich hart wie das Geschenk zu Ulis 30. Geburtstag – und ließ den Gegnern kaum Luft zum Atmen.

Vorne gingen wir allerdings ziemlich großzügig mit besten Chancen um, und der junge Gästekeeper wuchs nach seiner Einwechslung regelrecht über sich hinaus. Die ersten 15 Minuten nach der Pause blieben unsere Abwehr und unser Sieggarant Zeneli gefühlt noch in der Kabine, weshalb der Vorsprung konstant bei +7 blieb. Doch spätestens nach dem 29:22 fanden wir wieder zu unserer gewohnten Dominanz zurück und legten mit unserer sagenhaften Oldie-Kondition in der Schlussphase nochmal richtig nach.

Endstand: 40:27 – ein nie gefährdeter, meist unterhaltsamer, ab und an emotionaler Sieg, souverän geleitet von den beiden Unparteiischen aus Enzweihingen. Natürlich durfte das Klassiker-Intermezzo nicht fehlen: eine rote Karte für unseren Wadenbeißer Bene, der dem ein oder anderen Jungspund zeigte, wie man richtig verteidigt – sowie ein 7-Meter von Tobi, der mit etwa 120 km/h diesmal nicht an die Hallenwand sondern an die Torwarthand donnerte.

Tobi selbst wirkte übrigens leicht angeschlagen – nicht körperlich, sondern emotional: Denn unser Dauerbrenner wurde diesmal von Martin überholt, der mit 11 Treffern im heutigen Spiel nun in der internen Torschützenliste vom Platz an der Sonne grüßt. Ob Tobi bis zum nächsten Spiel wieder ruhig schlafen kann, darf bezweifelt werden – das Trauma, nicht Topscorer zu sein, sitzt tief.

Ansonsten war alles wie immer: Ergebnis top, Stimmung top, Kaltgetränke kalt – so darf’s weitergehen!
Nächster Halt auf unserer Filderstadtreise: Bonlanden, am 8. November, gegen den CVJM Flacht. Neue Halle, neues Glück – und vielleicht ja ein neuer alter Topscorer?

Es spielten:

Musai – Jonas (5), Steffen, Tobi (6), Albrecht (3), Stecker (5), Bene (1), Martin (11), Ulrich (6), Freddy (1), Simon (2)

Immer noch nur als Coach: Chrissi (der sich aber immerhin aufgewärmt und ein Trikot übergezogen hat)

Fotos: Sebastian Straub