EKB Oldies – Filderstadtreise Kapitel 3: Bonlandener Balance zwischen Glanz, Gans und Goals

Männer 3 (EKB Oldies)

EKB Oldies – Filderstadtreise Kapitel 3: Bonlandener Balance zwischen Glanz, Gans und Goals

EKB Oldies – CVJM Flacht

08. Oktober 2025

EKB Oldies – Filderstadtreise Kapitel 3: Bonlandener Balance zwischen Glanz, Gans und Goals

Der EKB Oldie Express rollt weiter. Nach den Siegen in Plattenhardt und Harthausen stand die nächste Station unserer großen Filderstadtreise an: Bonlanden. Und was soll man sagen: Wir haben wieder abgeliefert. 44:22 hieß es am Ende gegen den CVJM Flacht, ein Ergebnis, das so deutlich war wie die Altersunterschiede auf dem Spielfeld.

Mit dabei war diesmal auch unser ältester Oldie Oli, Baujahr 69, der mal wieder die Saftpresse aus der Hand und das Torwartdress aus dem Schrank geholt hat. Und als wäre er nie weg gewesen, zeigte er gleich mehrere Glanzparaden und bewies, dass Reaktionsfähigkeit offenbar nichts mit Geburtsjahrgängen zu tun hat. Wenn Reflexe altern würden, wäre Oli definitiv unsterblich.

Der Start ins Spiel war furios. Über 3:0, 10:4, 15:7 und 20:8 ging es mit einem souveränen 23:10 in die Pause. Danach folgte unsere berüchtigte „Wir können auch entspannt“-Phase bis zum 30:17, bevor wir das Gaspedal wieder fanden und über 37:19 den Endstand 44:22 herausschraubten. Routine, Erfahrung und eine Prise jugendlicher Überheblichkeit ergibt die perfekte Mischung für ein Schaulaufen der Oldie-Klasse.

Wie immer überzeugte unser Kreisläufer-Kollektiv auf ganzer Linie, aber diesmal ragte Uli heraus – zumindest für 9 Minuten und 56 Sekunden. Danach ging er mit unserer ersten 2-Minuten-Strafe nämlich direkt duschen und weiter zum Martinsgans-Essen. In dieser Zeit hatte er aber bereits 3 Tore und 3 Steals, also quasi ein Statistik-Sprint für die Geschichtsbücher. Bei ihm lief einfach alles. Das Highlight: Ein Rückpass, der unterwegs die Richtung wechselte und auf direktem Weg im Torwinkel einschlug. Wenn das Absicht war, reden wir hier von Handballkunst auf Picasso-Niveau.

Natürlich darf auch unser Klassiker nicht fehlen: Jonas, unser junger Hitzkopf am Kreis, musste wie immer in einer besonders intensiven Phase des Spiels beschwichtigt werden. Ob es allerdings hilfreich war, dass nicht nur unsere beiden Alber-Coaches, sondern auch noch zehn weitere Mitspieler gleichzeitig auf ihn einredeten, bleibt fraglich. Das Ergebnis glich einem Symposium zwischen Emotion, Pädagogik und Feuerwehreinsatz – mit Jonas als unangefochtenem Hauptbruddler.

Tobi Lutz war natürlich wieder on fire. Motiviert wie eh und je holte er sich mit 9 Treffern die Führung in der internen Torschützenliste zurück. Doch statt Glückseligkeit gab es Frust im Hause Lutz: Jo schnappte sich den letzten Siebenmeter nach einer längeren Diskussion, argumentierte mit dem höheren Alter – und verwandelte natürlich eiskalt. Ergebnis: Tobi fehlte der 10. Treffer, die zweistellige Torausbeute und damit 5 Euro Prämie von Mama. Bitter. Man munkelt, die Familie Lutz hat seit gestern Abend ein offenes Finanzloch.

Abgesehen davon war es ein rundum gelungener Handballnachmittag. Faire Gegner, viele schöne Aktionen, jede Menge Spaß und sogar unser Bene hatte nur eine einzige Zeitstrafe. Laut inoffizieller Statistik das erste Mal seit etwa 25 Jahren, dass er ein Spiel ohne rote Karte beendet hat. Historisch!

Bemerkenswert auch: Alle Spieler trugen sich in die Torschützenliste ein. Wenn das kein Teamspirit ist, was dann? Und während wir auf dem Feld schwitzten, blieb unsere Geheimwaffe Chrissi weiterhin geschont – noch in der Warteschleife, vermutlich um im Saisonendspurt zuzuschlagen.

Kleine Randnotiz für alle Statistikfreunde: Unser gestriges Durchschnittsalter lag bei exakt 86, also im Jahrgang gerechnet irgendwo zwischen 1986 und „früher war mehr Harz“. Wenn Erfahrung Punkte bringen würde, hätten wir die Liga schon gewonnen.

Nun steht das nächste Kapitel unserer Reise an: Plattenhardt, am 22. November um 17:30 Uhr, gegen den CVJM Walddorfhäslach. Danach geht’s endlich wieder in die gute alte ESG-Halle, wo die Banden knarzen, das Harz riecht, die Geschichte lebt und ein neuer Hallenboden sowie ein hoffentlich dichtes Dach auf uns warten!

Es spielten:
Musai, Oli – Samy (6), Jonas (4), Philipp (3), Tobi (9), Albrecht (3), Stecker (2), Bene (1), Martin (4), Ulrich (3), Stefan (4), Simon (4), Jo (1)
Coach: Chrissi (der weiterhin geduldig als Geheimwaffe geschont wird und dabei aussieht, als hätte er alles von Anfang an so geplant)