Die Wahrheit liegt auf dem Platz: EKB-Oldies mit Start-Ziel-Sieg

Die Wahrheit liegt auf dem Platz: EKB-Oldies mit Start-Ziel-Sieg

EK Bernhausen Männer 3 EB Oldies – CVJM Enzweihingen

24. Januar 2026

Zum Auftakt ins neue Jahr gab der viertplatzierte von der Enz seine Visitenkarte beim EKB ab. Enzweihingen, ein Team, das über einen wuchtigen Rückraum verfügt, musste sich im Hinspiel den Filder-Oldies mit 19:38 geschlagen geben. Entsprechend gewarnt und frühzeitig starteten die Gäste ein gewissenhaftes Aufwärmprogramm in der eigens reservierten Erwärmungs- und Dehnungshalle unweit des Spielfeldes. Armkreisen, Kniehub, Liegestütze… Es sollte nichts nützen: Die Bernhäuser Handballer, die ihrerseits eine ausgiebig-herzliche Begrüßung und Kabinenplauderei dem kräftezehrenden „Warmlaufen“ vorzogen, ließen einem knapp 15-minütigen „Anschwitzen“ eine konzentrierte Spielgestaltung folgen, an deren Ende das Zeitnehmerinnenduo Hamann/Reutter ein standesgemäßes 39:23 notierte.

Aber von Beginn an: Ohne den etatmäßigen Spielgestalter Martin Alber, der statt in der Halle Bälle ins Tor Kurven in den Schnee malte, benötigten die Oldies im Angriff fünf, sechs Minuten, um ihren Angriffsmotor zum Laufen zu bringen. An dieser Stelle von Startschwierigkeiten zu sprechen, wäre übertrieben, holte man sich doch über eine kompromisslos zupackende Abwehr um Samuel Stoll, Jonas Weinmann und Uli Bückle die nötige Sicherheit, um beim Stand von 13:7 das Spiel auch im Angriff endgültig unter Kontrolle gebracht zu haben. Ein quirrliger Albrecht Wandel, die Durschlagskraft Tobias Lutzens und nicht zuletzt Stephan Stecker und Steffen Alber als Zielspieler und effektive Vollstrecker prägten das Offensivgeschehen im ersten Durchgang. So nahm man mit einem folgerichtigen 19:11 den Pausentee ein. Kritiker würden vielleicht mäkeln und bemängeln, man hätte höher führen können, aber wie sagte einst unser Loddar „Wäre, wäre Fahrradkette“.

In gewohnt unprätentiöser Manier zeigten sich die Coaches Alber und Böttiger zufrieden mit dem ersten Durchgang, nicht ohne darauf zu verweisen, „jetzt noch eine Schippe draufzupacken“. Gesagt getan. Nach dem Seitenwechsel sorgten Jonas Weinmann, Uli Bückle und Philipp Straub mit ihren Treffern für klare Verhältnisse und postwendend flimmerte ein 26:15 über die Anzeigetafel. Es kam wie es bei den Filder-Oldies so oft kommt: Aus einer weiterhin stabilen Defensive vor den überzeugend haltenden Keepern Zeneli und Briem wurden die Männer aus dem Strohgäu förmlich überrannt, wobei die Youngster Lukas Zimmermann und Jakob Baumann mit klugen Entscheidungen und prächtigem Verteidigen gelungene Einstände feiern konnten. Bis zum Schlusspiff beackerte man so die Gäste und fightete, wie gefordert, um jeden Zentimter der altehrwürdigen ESG-Sporthalle.

Warum das verflixte 40. Tor partout nicht fallen wollte, Möglichkeiten boten sich zuhauf, bleibt ein Geheimnis, das wohl nie gelüftet werden wird, ist aber angesichts der rundum souveränen Vorstellung der Bernhäuser Truppe wohl nur eine(r) Randnotiz wert. Last but not least trennte man sich mit 39:23 und gewann einmal mehr die Erkenntnis, dass allzu langes Aufwärmen gemeinhin überwertet wird und die Wahrheit, wie Otto Rehakles einst spitzfindig bemerkte, immer auf dem Platz liegt.

Für den EK Bernhausen: Zeneli, Briem (Tor); Alber, S. (1), Stecker (5), Rapp, Weinmann (6), Lutz (8/1), Wandel (7/2), Stoll (2), Straub (4), Bückle (4), Zimmermann (1), Baumann (1)

Bene Rapp