Spitzenreiter HSG OLE ist eine Nummer zu groß

Spitzenreiter HSG OLE ist eine Nummer zu groß

BEZIRKSLIGA: EK BERNHAUSEN – HSG OWEN-LENNINGEN

11. Januar 2020

Zum Auftakt der Rückrunde hat der EK Bernhausen eine 20:28-Niederlage (10:13) gegen die derzeitig topplatzierte HSG Owen-Lenningen hinnehmen müssen.

Vor einer gut besuchten Halle leistete der EK in der Abwehr ein couragiertes Deckungsspiel ab, das es dem Angriff der HSG zunächst noch schwer machte. Das sonst so wichtige, schnelle Angriffsspiel der Bernhäuser gelang dagegen deutlich schlechter. „Alles das, was uns hinten ausgemacht hat, haben wir vorne vermissen lassen“, so das Urteil von Martin Alber, der sich weiterhin verletzungsbedingt schonen musste. Den Bernhäusern gelang es nicht, den Ball lange genug laufen zu lassen und über Auslöseaktionen für gute Wurfpositionen zu sorgen. Stattdessen suchten sie zu häufig ergebnislose eins-gegen-eins-Situationen, welche die HSG-Defensive weitgehend problemlos festmachen konnte. Das Resultat war eine auf beiden Seiten vergleichsweise torarme Anfangsphase mit leichtem Vorsprung für das Team aus dem Lenninger Tal. In der 21. Minute gelang Owen-Lenningen dann das 6:9, wenig später hatten sie schon auf 7:11 (23.) ausgebaut, sodass Bernhausen zur Auszeit rief. Die HSG traf auch noch zum 7:12 (26.), doch ein kleiner Lichtblick kurz vor der Pause ließ den EK noch hoffnungsvoll in die Kabine ziehen: eine halbe Minute vor Schluss traf zuerst Timo Schumacher, der trotz halbem Jahr ohne Handball ein gutes Spiel im Rückraum ablieferte, dann kam der EK nur wenig später erneut an den Ball, welchen Jonas Weinmann mit einem wunderschönen Unterarmwurf zum 10:13 Halbzeitstand im Tor versenkte.

Leider konnte dieser Funke Hoffnung anschließend nicht in die zweite Hälfte mitgenommen werden, die Umsetzung der in der Kabine besprochenen Besserungen blieb aus. Die beiden EK-Torhüter zeigten zwar vollen Einsatz, unter anderem Musai Zeneli mit zwei gehaltenen 7-Metern und David Stäbler mit (zum Glück nur vorrübergehend) schmerzhaften Begegnungen von Pfosten mit Bein und Ball mit Kopf bei zwei Paraden. Owen-Lenningen behielt dennoch die Zügel in der Hand, auch weil Bernhausen häufig beim ebenfalls starken Torhüter der HSG scheiterte. Ab der 46. Minute setzte sich die HSG innerhalb kürzester Zeit durch mehrere leichtfertige Ballverluste Bernhausens auf ein sehr deutliches 16:25 (48.) ab, womit das Spiel gelaufen war. Zum Schluss machte Tobias Lutz zumindest noch die 20 voll und verhinderte so, dass es das alleinige torschwächste Spiel in der Bernhäuser Bezirksliga-Historie wurde (Das Rückspiel gegen den TSV Denkendorf letzte Saison endete 20:27).

Es spielten: David Stäbler, Luca Schumacher (1), Stephan Steck, Ulrich Bückle (1), Max Bayha, Jonas Weinmann (1), Musai Zeneli, Markus Haag (4), Timo Schumacher (4/1), Ruben Schumacher (4), Leon Daumüller (1), Tobias Lutz (4), Lukas Gönner

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Fotos: Sebastian Straub & Alexander Loock