Einen Punkt verloren, oder einen Punkt gewonnen?

Einen Punkt verloren, oder einen Punkt gewonnen?

TSV WEILHEIM – EK BERNHAUSEN

18. Oktober 2020

Im letzten Ballbesitz hatte der EK plötzlich nochmal alles in der Hand. Doch so, wie schon zuvor immer wieder bei Chancen auf den Ausglich, blieb auch diesmal der Treffer aus – und so richtig verdient gewesen wäre er dann auch nicht. So blieb es nach einer packenden Schlussphase beim 33:33-Unentschieden, von dem man noch nicht so recht weiß, was man davon halten soll. Noch einmal mitfiebern kann man auf dem Twitch-Kanal des TSV Weilheim.

Vor leeren Rängen, dafür mehr als 500 per Live-Stream zugeschalteten Zuschauern starteten die Teams ausgeglichen in das zweite Saisonspiel. Lagen bis zur 11. Minute noch die Weilheimer leicht vorne (6:5), wechselte die Führung anschließend nach Toren von Martin Alber, Leon Daumüller und Samuel Stoll zugunsten des EK Bernhausen (6:8, 16.). Doch nicht lange und der TSV Weilheim schlug hart zurück – die anschließenden 10 Minuten bestimmten sie deutlich mit 11:5 Toren, hatten mit dem 17:13-Spielstand auf einmal einen Vorsprung von vier Toren herausgespielt. Vorne war es Rechtsaußen Johannes Negwer, der mit 12 Toren einen mehr als erfolgreichen Tag erwischte, auf Seiten der Defensive war Bernhard Illi eine Wucht im Weilheimer Tor. Die Bernhäuser dagegen agierten hinten zu zaghaft und vorne nicht genügend selbstbewusst, um den Lauf des TSV bis zur Halbzeit zu stoppen.

In der zweiten Hälfte blieb es erst einmal bei der recht komfortablen Weilheimer Führung. Erst zur 40. Minute konnte sich Bernhausen durch Ruben Schumacher wieder auf zwei Zähler herankämpfen (25:23), später verwandelte Stephan Steck von außen treffsicher zum Anschluss (26:25). Der Ausgleich blieb allerdings trotz zahlreicher Chancen aus. Der TSV Weilheim blieb bis kurz vor Schluss in Führung, bis Timo Schumacher in der 56. Minute vom 7-Meter-Punkt noch einmal Torwart Illi überwinden konnte und Martin Alber den EK anschließend endlich zum 32:32-Ausgleich brachte. Nach erneuter Führung durch Weilheims Negwer und direkter Erwiederung war noch einmal Bernhausen mit 15 Sekunden Spielzeit am Ball – Weilheims Abwehr konnte dem Angriff allerdings Einhalt gebieten und auch ein direkter Freiwurf endete in der Mauer.

Immer noch kann Bernhausen nicht an die Leistung aus der Vorbereitung anknüpfen, während der TSV Weilheim mehr als deutlich seinen Anspruch auf den Bezirksliga-Verbleib unterstreicht. Für den Fall, dass es am Samstag gegen die HSG Ermstal weitergeht, muss der EK noch einmal am Selbstbewusstsein arbeiten, um gegen die Spielgemeinschaft aus den zwei starken Vorjahresteams TSV Dettingen/Erms und TSV Urach bestehen zu können.

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